Vollzeitausbildung

Grundsätzliches

Die Vollzeitausbildung an der Fachakademie für Sozialpädagogik ist eine Breitbandausbildung, die dazu qualifiziert in verschiedenen Arbeitsfelder (Krippe, Kindergarten, Hort, Heim, Jugendarbeit, sonderpädagogische Einrichtungen) selbstbestimmt Verantwortung zu übernehmen bzw. in intensiver Beziehung mit Menschen den beruflichen Alltag zu gestalten.

Theorie und Praxis in der Vollzeitausbildung

Die Fachakademie soll die Studierenden befähigen, in Kinderkrippen, Kindergärten, Horten, Heimen, Einrichtungen der Jugendarbeit sowie in anderen sozialpädagogischen Bereichen als Erzieher selbstständig tätig zu sein. Die Ausbildung dauert in Vollzeitform in der Regel drei Jahre. Sie gliedert sich in eine überwiegend theoretische Ausbildung von zwei Studienjahren an der Fachakademie für Sozialpädagogik und ein anschließendes von der Fachakademie begleitetes Berufspraktikum von zwölf Monaten. Die Probezeit umfasst das erste Studienhalbjahr; die endgültige Aufnahme ist vom Bestehen der Probezeit abhängig.

Vertiefungsgebiete

Zu Beginn der Ausbildung wählen die Studierenden eines von zwei Vertiefungsgebieten aus:

  • Vertiefungsgebiet I: Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren oder
  • Vertiefungsgebiet II: Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 6 bis 27 Jahren
Praktika

Im ersten Studienjahr sind darüber hinaus zwei Praktika (in einer Praxisstelle im Vertiefungsgebiet und ein Ferien- Freizeitpraktikum) im Umfang von insgesamt fünf Wochen abzuleisten, im zweiten Studienjahr drei Praktika (in einer Praxisstelle im Vertiefungsgebiet und zwei in der Grundschule) im Umfang von insgesamt sieben Wochen.

Ich als Quereinsteigerin wurde vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen. Die Atmosphäre, die netten Studierenden und Dozenten halfen mir, mich schnell einzugewöhnen und mich wohl zu fühlen.
Kristina Ross

Lernfelder

Der Unterricht orientiert sich an folgenden sechs Lernfeldern, die fächerübergreifend berücksichtigt werden:

  • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiterentwickeln.
  • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten.
  • Lebenswelten und Diversitäten wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern.
  • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten.
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen.
  • Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren.

Unterrichtsfächer

Unterrichtet werden die folgenden Fächer:

  • Pädagogik/Psychologie/Heilpädagogik
  • Sozialkunde/Soziologie
  • Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung
  • Ökologie/Gesundheitspädagogik
  • Recht und Organisation
  • Literatur- und Medienpädagogik
  • Englisch
  • Deutsch
  • Theologie/Religionspädagogik
  • Praxis- und Methodenlehre mit Gesprächsführung
  • Kunst- und Werkpädagogik
  • Musik- und Bewegungspädagogik
  • Sozialpädagogische Praxis
  • Mathematik (Zusatzfach zum Erwerb der allgemeinen Fachhochschulreife)
Übungen

Dazu kommen noch Übungen in den Vertiefungsgebieten und Wahlfächer:

  • Erlebnispädagogik
  • Fotografie
  • Plastisches Gestalten
  • Krippenpädagogik
  • Meditation
  • Klettern
  • Religionspädagogik
  • Hauswirtschaft und Festgestaltung
  • Flüchtlingskinder und deren Familien
  • Umweltpädagogik
  • Theaterpädagogik
  • Präsentation
  • Chor
  • Gitarre bzw. Keyboard

Probezeit und Abschluss

Die Probezeit umfasst das erste Studienhalbjahr; die endgültige Aufnahme ist vom Bestehen der Probezeit abhängig.

Die zweijährige Ausbildung schließt mit der staatlichen Erzieherprüfung ab.