Literatur- und Medienpädagogik

„Literacy“ ist in aller Munde. Wie ein Erzieher oder eine Erzieherin im jeweiligen Hier und Jetzt seine bzw. ihre Klienten literatur- und medienkompetent(er) macht – seien das Kinder im Krippen- und Kindergartenalter, Jugendliche oder Menschen mit Beeinträchtigungen – das hängt vor allem davon ab, wie er oder sie mit Literatur und Medien sozialisiert wurde, ist und sein wird.

Nachdem sich die Studierenden im Literatur- und Medienpädagogik-Unterricht reflektierend mit der eigenen, ganz individuellen Mediensozialisation auseinandergesetzt haben, lernen sie für ihre literatur- und medienpädagogische Praxis innerhalb der unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsfelder künftig die Spreu vom Weizen zu trennen. Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Mediengestaltung sind die vier Dimensionen, in denen sie sich im Unter- und Oberkurs entdeckend, begreifend und handelnd bewegen. Im Klartext heißt das: sie lernen unterschiedliche Literatur- und Medienarten kennen, scannen diese Schritt für Schritt entsprechend zielführender und klient-orientierter Auswahlkriterien und lesen irgendwann sprichwörtlich auch mal zwischen den Zeilen. Zu Thesen wie „Märchen sind zu grausam für die Kleinen“, „Facebook macht einsam“, „Comics verblöden die Leute“, „Ballerspiele lassen aus Kindern Amokläufer werden“, können sie bald schon detailliert Stellung beziehen. Überraschend für alle künftigen Erzieher und Erzieherinnen ist dabei meist, wie engmaschig dieses Fach mit allen anderen Fachbereichen verknüpft ist.

Dozenten im Fach Literatur- und Medienpädagogik

Nela Putz

Organisation Bibliothek

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