Zukunft bilden: Erzieher in der Zeitenwende

Unter diesem anspruchsvollen Motto empfing die Johann-Hinrich-Wichern-Fachakademie für Sozialpädagogik am vergangenen Samstag (25.01.2020) ihre Gäste, darunter zahlreiche Praxisanleiter und ehemalige Dozenten, aber auch Vertreter von Stadt und Landkreis Schweinfurt und von benachbarten Schulen und Einrichtungen.

 

Bei zahlreichen Begegnungen und Gesprächen wurde diskutiert, Erinnerungen aufgefrischt und Verabredungen getroffen. Auf diese Weise erfüllte sich der Wunsch von Dekan Oliver Bruckmann, dem Trägervertreter der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, den dieser anstelle eines Grußwortes geäußert hatte, dass sich möglichst viele Menschen beim „Networking“ nahekommen und begegnen sollten.

Zuvor entführte Christian Schoon von „Future impacts“ (Köln) die Zuhörenden in die Welt der Zukunft.

Er nahm sie mit auf eine spannende Zeitreise, die ausgehend von gegenwärtig zu beobachtenden Trends der Frage nachging, welchen Herausforderungen, aber auch Chancen der Erzieherberuf wohl künftig ausgesetzt sei. Bildung und Vermittlung zwischen gesellschaftlichen Gruppierungen und Gegensätzen werden eine zentrale Rolle spielen, wenn die Transformation in die Arbeitswelt der „Selbstaktualisierungs- Ökonomie“ gelingen soll. Angesichts wachsender Diversität in den sozialen Systemen wie Familie und Partnerschaft, kultureller und weltanschaulicher Pluralität, den erkennbaren Grenzen des digitalen und ökonomischen Wachstums, die die Frage nach einem neuen emotionalen und ökologischen Bewusstsein immer dringender werden lassen, ist eine Pädagogik gefragt, die sich nicht nur als Krisenmanagment, sondern als Entwicklungshilfe für eine neue Humanität versteht und in all den divergierenden gesellschaftlichen und globalen Strömungen vermitteln kann.

Im Anschluss an den Vortrag stellte Harald Wildfeuer, Leiter der Fachakademie, überblickartig die neuesten Überlegungen seitens des Kultusministeriums zur Umgestaltung der Erzieherausbildung vor,

mit denen dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel begegnet werden soll. Die stellvertretende Leiterin der Fachakademie, Inge Krömmüller, ergänzte die Ausführungen mit dem Hinweis auf den für den 7. März geplanten „Tag der offenen Tür“, bei dem sich die Fachakademie einer breiten Öffentlichkeit mit einem bunten Programm präsentieren wird.

Musikalisch gerahmt wurde der Neujahrsempfang durch den Chor, die Band und das Ensemble der Fachakademie und ein eindrucksvolles Catering, für das das Übungsfach „Hauswirtschaft und Festgestaltung“ sorgte.