Sozialpädagogisches Seminar

Inhalt

Wichtige Änderung zum nächsten Studienjahr!

Die Erzieherausbildung wird auf Beschluss des Bayerischen Landtags zum nächsten Studienjahr 2021/22 verkürzt. Konkret bedeutet das die Abschaffung des bisherigen Sozialpädagogischen Seminars (SPS I und SPS II). Alle Bewerber*innen mit mittlerem Abschluss absolvieren stattdessen künftig ein einjähriges Sozialpädagogisches Einführungsjahr (SEJ). Bewerber*innen mit Abitur oder abgeschlossener beruflicher Ausbildung starten gleich im Unterkurs der Erzieherausbildung. In der Regel müssen sie ein sechswöchiges sozialpädagogisches Vorpraktikum nachweisen.

Erzieherpraktikanten, die aktuell das SPS I besuchen, werden vermutlich im nächsten Studienjahr im SPS II die Ausbildung nach der bisherigen Ordnung mit der Kinderpflegerprüfung abschließen können.

Die genauen Ausführungen zum SEJ und der verkürzten Erzieherausbildung erarbeitet das Kultusministerium aktuell. Sobald diese bekannt sind, werden sie hier veröffentlicht.

Grundsätzliches

Das Sozialpädagogische Seminar (SPS) ist ein beruflicher Vorbildungsweg für die Erzieherausbildung. Dieses Vorpraktikum vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zur pädagogischen Mitarbeit in verschiedenen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, insbesondere bei der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern im Vorschulalter oder im frühen Schulalter.

Theorie und Praxis im Sozialpädagogischen Seminar

Das Sozialpädagogische Seminar gliedert sich in einen überwiegend theoretischen Teil, d.h. dem Unterricht an der Fachakademie, und einen fachpraktischen Teil, d.h. der Tätigkeit in einer sozialpädagogischen Einrichtung (Sozialpädagogische Praxis). Im zweijährigen Sozialpädagogischen Seminar sollen Erfahrungen in zwei unterschiedlichen Praxisfeldern erworben werden (in der Regel im ersten Jahr im Elementarbereich).

Unterricht an der Fachakademie findet etwa alle 14 Tage jeweils am Donnerstag und Freitag statt.

Ansonsten arbeiten die Erzieherpraktikantinnen und -praktikanten in ihrer sozialpädagogischen Einrichtung und werden dort von einer sozialpädagogischen, berufserfahrenen Fachkraft angeleitet. Daneben werden die Erzieherpraktikantinnen und -praktikanten auch von Dozentinnen und Dozenten aus der Fachakademie betreut.

Wir achten die Würde und die Freiheit des und der Einzelnen und ermutigen ihn und sie zu gesellschaftlicher Verantwortung.
Thesen der FAKS - These 5

Lernfelder

Der Unterricht orientiert sich an folgenden sieben Lernfeldern, die fächerübergreifend berücksichtigt werden:

  • Personen und Situationen wahrnehmen, Verhalten beobachten und erklären
  • Erzieherisches Handeln planen, durchführen und reflektieren
  • Bildungsprozesse anregen und begleiten
  • Beziehungen und Kommunikation gestalten
  • Mit allen am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten zusammenarbeiten
  • Die eigene ästhetische Gestaltungsfähigkeit weiterentwickeln und im beruflichen Handeln einsetzen
  • Werte und Werthaltungen reflektieren, weiterentwickeln und in das berufliche Handeln integrieren

Unterrichtsfächer

Unterrichtet werden die folgenden Fächer:

  • Pädagogik und Psychologie
  • Deutsch und Kommunikation
  • Englisch
  • Recht und Verwaltung
  • Musische Gestaltung und Bewegungserziehung
  • Naturwissenschaft und Gesundheit
  • Religionspädagogik und ethische Erziehung
  • Praxis- und Methodenlehre mit Säuglingsbetreuung

Probezeit und Abschluss

Die Probezeit umfasst das erste Studienhalbjahr; die endgültige Aufnahme ist vom Bestehen der Probezeit abhängig.

Die zweijährige Ausbildung schließt mit der Prüfung als Kinderpfleger/in ab. Für Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, (Fach-) Abitur, FSJ oder bestimmten persönlichen Voraussetzungen (Andere Bewerber) verkürzt sich die Ausbildung auf ein Jahr.